ATHINA steht für Arzneimittel-Therapiesicherheit in Apotheken.
Kern des Projekts sind in Apotheken von Apotheker/innen durchgeführte Medikationschecks. Durch die systematische Überprüfung können arzneimittelbezogene Probleme und insbesondere Medikationsfehler während des Medikationsprozesses so weit wie möglich reduziert werden.
Dieses Projekt hat seinen Ursprung bei der Apothekerkammer Nordrhein, von wo aus es inzwischen von weiteren Landesapothekerkammern, so auch von der Apothekerkammer Schleswig-Holstein übernommen wurde. Es dient Apotheken als Hilfestellung für die Durchführung der Medikationsanalyse Typ 2a.

Methode
Das System basiert auf dem in den USA schon seit Jahren eingesetzten „Brown-Bag-Review“. Ziel ist es, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern und dem/der Patient(in) mehr Sicherheit in der Umsetzung seiner/ihrer Arzneimitteltherapie zu geben.
Die Patientin/der Patient bringt ihre/seine kompletten Medikamente in einer Tüte, der sogenannten Arzneimittelsicherheitstüte, mit in die Apotheke. Dort findet ein Anamnesegespräch statt. Gemeinsam mit der Patientin/dem Patienten findet eine systematische Durchsicht aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel statt.
Mögliche Dosierungsfehler, Wechselwirkungen, Doppelverordnungen, Nebenwirkungen und von der Patientin/dem Patienten geäußerte Probleme können hierbei aufgedeckt und besprochen werden.
In dem später stattfindenden intensiven Beratungsgespräch werden mit der Patientin/dem Patienten die Ergebnisse dieser Prüfung besprochen. Es werden ihr/ihm Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt, um ihre/seine Einnahmetreue zu fördern und unerwünschte Arzneimittelwirkungen zukünftig zu vermeiden. Die Ergebnisse werden dokumentiert und die Patientin/der Patient erhält einen aktuellen Medikationsplan zur Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt.


